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Judentum

Chabad Sukkot: Bedeutung, Bräuche & Rituale – Alles, was Sie wissen müssen

Chabad Sukkot: Bedeutung, Bräuche & Rituale – Alles, was Sie wissen müssen

Der heilige Festkalender des Judentums enthält mit dem Sukkot-Fest eine der bewegendsten und farbigsten Zeiten des Jahres. In der chabadischen Welt, der traditionell jüdischen Strömung der Chabad-Lubavitch-Bewegung, nimmt Sukkot eine besondere Bedeutung ein: Hier treffen spirituelle Tiefe, praktische Bräuche und eine warme Gemeinschaftserfahrung zusammen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Chabad Sukkot feiert, welche spirituellen Bedeutungen dahinterstehen, welche Rituale zentral sind und wie Familien, Gemeinden und Besucher diese Zeit sinnvoll und erfüllend gestalten können. Dabei werden verschiedene Bezeichnungen und Variationen des Themas verwendet, um eine möglichst breite semantische Abdeckung zu gewährleisten.

Was bedeutet Sukkot in der chabadischen Weltanschauung?

Sukkot ist im Judentum ein mehrtägiges Fest, das an die Wanderung der Israeliten durch die Wüste erinnert. Besonders in der chabadischen Perspektive wird Sukkot als Zeit der Dankbarkeit, der Verbindung zu Gott und der Gemeinschaft verstanden. Hier verbinden sich symbolische Handlungen mit einer tiefen spirituellen Lehre: Die Hütte (Sukka) erinnert daran, dass das menschliche Dasein wie eine temporäre Unterkunft ist, in der wir Gottes Gegenwart suchen und erfahren. In der chabadischen Praxis gewinnt dieses Fest darüber hinaus eine konkrete Dimension der Nachahmung und der Freude, die sich in alltäglicher Praxis, Lern- und Gemeinschaftsleben ausdrückt.

  • Sukkot wird oft als „die Zeit der Freude“ bezeichnet, in der die Gemeinschaft zusammenkommt, um zu lernen, zu beten und zu feiern.
  • In der Chabad-Lubavitch-Tradition steht die Verbindung von intellektuellem Studium (Torah) und emotionaler Freude (Simcha) im Vordergrund.
  • Der Aufbau der Sukka wird zu einem sichtbaren Zeichen dafür, dass göttliche Gegenwart im Alltag gegenwärtig ist – selbst in einer von Menschenhand geschaffenen Struktur.


Für viele Anhänger der Chabad-Bewegung bedeutet Sukkot nicht nur ein Fest der Nächte, sondern auch eine Phase intensiven Lernens und öffentlicher Zeugnisabgabe: Das Leben in der Sukka wird zur Bühne, auf der Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe sichtbar werden. Diese Sichtweise spiegelt sich auch in der Praxis wider, besonders in der Rolle des Chabad-Gemeinschaftslebens, das während der Festzeit noch stärker in den Vordergrund rückt.

Historischer Kontext und der Einfluss von Chabad

Chabad-Lubavitch betont oft die Bedeutung von Mitzwot (Geboten) als lebendige Praxis im täglichen Leben. Während Sukkot in der jüdischen Tradition allgemein mit dem Zelt der Vorfahren und dem Dank für die Ernte verbunden ist, fügt die chabadische Perspektive eine persönliche, seelische Dimension hinzu: Die Sukka wird zu einem Ort, an dem der Mensch eine innere Wohnung für Gottes Gegenwart schafft. Vertreter der Bewegung haben über Generationen hinweg betont, wie wichtig es ist, religiöse Impulse in lebensnahe Rituale umzusetzen — sei es durch das Lernen von Torah, die Feier gemeinsamer Mahlzeiten oder das praktische Teilen von Spenden und Hilfe für Bedürftige.

In dieser Tradition hat die Chabad-Bewegung eine lange Geschichte der weltweiten Vernetzung aufgebaut. Chabad-Häuser, Chabad-Hochburgen und Chabad-Seminare organisieren während Sukkot oft große öffentliche Veranstaltungen, Tische der Gastfreundschaft und Lernprogramme. Dadurch wird die Idee von Sukkot als Fest der Gemeinschaft und des offenen Herzens konkret erfahrbar: Menschen finden Zugang zu traditionellen Bräuchen, während sie gleichzeitig Platz finden, Neues zu lernen und sich spirituell weiterzuentwickeln.

Bräuche & Rituale im Chabad-Stil

Die Bräuche rund um Sukkot in der chabadischen Praxis folgen dem klassischen jüdischen Muster, werden aber durch eine besondere Betonung von Gemeinschaft, Musik, Lernen und Freude erweitert. Im Folgenden finden Sie eine strukturierte Übersicht der wichtigsten Rituale, mit Hinweisen darauf, wie sie in Chabad-Gemeinden typischerweise gelebt werden.

Vorbereitung und Aufbau der Sukka

  • Die Sukka wird an einem stabilen Ort aufgebaut, oft im Hof oder vor dem Haus – möglichst sichtbar, damit Besucher sie sehen und betreten können.
  • Die Sukka muss mindestens sieben Dachbalken oder ähnliche Elemente besitzen und darf die im Halacha festgelegten Maße nicht unterschreiten. Der Boden bleibt offen.
  • Aus Sicherheits- und Hygienegedanken wird darauf geachtet, dass Schriftrollen, Gebetsbücher oder andere religiöse Gegenstände nicht unbeaufsichtigt bleiben.
  • In vielen Chabad-Gemeinden wird die Sukka während der gesamten Festzeit zu einem Ort der Begegnung: Familien kommen zusammen, es gibt gemeinsame Mahlzeiten, Quizzes über die Tora und Lernrunden.

Der Aufbau der Sukka in der chabadischen Praxis steht oft im Zentrum von lezter Hand: Es ist ein Symbol des Willkommens, der Offenheit und der Bereitschaft, Gottes Gegenwart im Alltag zu suchen. Die Notwendigkeit, die Struktur stabil, sicher und dennoch offen zu gestalten, wird als eine der friedlichsten Arten verstanden, Gottes Nähe erfahrbar zu machen.

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Lulav, Etrog, Hadassim & Aravot – Die vier Arten

Ein zentrales Motiv von Sukkot ist der Lulav (Palmzweig) zusammen mit dem Etrog (Zitrusfrucht) und den zwei Arten Hadassim (Weihnachtsmyrte) sowie Aravot (Weiden). Der Sukkot-Zyklus betont, dass diese vier Arten gemeinsam eine Einheit bilden und gemeinsam zu Gottes Lob schwingen. In der Praxis werden diese vier Arten regelmässig am In- und Outside-Tempus der Festtage gehalten, gesegnet und gewendet.

  • Der Brechungsgrad der Lulav- und Etrog-Feier wird oft durch feierliche Segnungen eröffnet: Brocha über das Gerechte, das bevorstehende Fröhliche Fest.
  • Der Weg der vier Arten symbolisiert die Verbindung zwischen verschiedenen Menschengruppen und Spektren innerhalb der jüdischen Gemeinschaft: fromme Gelehrte und einfache Familien, Mensch und Natur, Himmel und Erde.
  • In Chabad-Gemeinden wird das Ritual des Wiegens der Lulav oft von Chassidischen Melodien begleitet, die den Moment der Segnung und Dankbarkeit vertiefen.

Beachten Sie, dass die genaue Praxis regional variieren kann, aber der Kern bleibt: Die vier Arten zusammen stehen als Symbol für Einheit in Diversität und für das Zusammenspiel der göttlichen Kraft in der Welt.

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Ushpizin – Die Gäste der Sukka

Ein besonders farbenfroher Brauch in Sukkot ist die Zelebration der Ushpizin, die „Besucher“ der Sukka. Traditionell werden laut chassidischer Überlieferung die Heiligen der Vorfahren während der Festtage als spirituelle Gäste eingeladen, um Schutz, Weisheit und Segen zu bringen. In der Praxis wird dieser Brauch oft symbolisch umgesetzt: Jeden Tag wird ein weiterer biblischer Besucher vorgestellt – zumeist Abraham, Isaak, Jakob, Sara, Rivka, Rachel und Leah – und ihre Werte werden in die Festtagsthemen übertragen.

  • Der Brauch dient als Erinnerung daran, dass Familie, Ahnen und die Ahnen der Gemeinschaft eine lebendige Rolle in der Gegenwart spielen.
  • Seitenwege in der chabadischen Liturgie laden dazu ein, durch Gedanken an die Ushpizin eine tiefere spirituelle Verbindung herzustellen.
  • In vielen Gemeinden finden dazu kleine Zeremonien am Seder- oder Sukka-Tisch statt, oft mit kurzen exegetischen Lesungen oder Liedern.

Hoshana Rabbah, Shemini Atzeret, Simchat Torah – Abschluss und Feierlicher Übergang

Der Verlauf der Festtage umfasst mehrere bedeutende Höhepunkte. In der chabadischen Praxis wird der Zyklus von Hoshana Rabbah bis Simchat Torah besonders intensiv begangen:

  • Hoshana Rabbah – Der siebte Tag von Sukkot, an dem in vielen Gemeinden spezielle Zettel mit Bitten an Gott weitergegeben werden. In Chabad-Häusern stehen oft feierliche Zungen- oder Choräle, die den Moment der inneren Reinheit und der Hoffnung auf Gottes Schutz betonen.
  • Shemini Atzeret – Der Abschluss der Sukkot-Periode, der zugleich den Auftakt von Safter Torah (der jährlichen Tora-Lesung) markiert. In vielen Chabad-Gemeinden wird dieser Tag als intensiver Lern- und Gebetszyklus begangen, oft mit Festlichkeiten, die die Bedeutung der Tora und der Gemeinschaft hervorheben.
  • Simchat Torah – Der freudige Abschluss der Tora-Lesung, der mit großen Prozessionen, dancing und dem Feiern der Tora verbunden ist. In Chabad-Gemeinden ist dies oft der Höhepunkt der Festzeit: Tanzi- und Liedergemeinschaft, gemeinsames Tanach-Lernen, und eine besonders herzliche Atmosphäre, in der Menschen die Tora als lebendige Wegbegleiter sehen.

Es ist typisch, dass in den Chabad-Häusern Sekt oder Getränke angeboten werden, und dass eine intensive Lektionen- und Lernroutine während dieser Tage im Zentrum steht. Der Sinn ist, dass jeder die Bedeutung der Tora in der Gegenwart erlebt und die Verbindung zwischen Tradition und persönlicher Lebensführung spürt.

Tish und Farbrengens – Gemeinschaftsfeiern

Ein weiteres prägendes Element in der Chabad-Sukkot-Praxis ist das Farbrengen (Feierabendgespräch) und das Tish (der Tischabend). Während Sukkot finden oft mehrere Farbrengens statt, bei denen Chassidische Geschichten, Lieder (Niggunim) und Diskurse über die Torah im Mittelpunkt stehen. Diese Runden stärken die Gemeinschaft, fördern das Lernen und fördern eine Atmosphäre der Offenheit, in der jeder Fragen stellen oder Erfahrungen teilen kann. Solche Tische sind häufig von Großzügigkeit, Freundlichkeit und dem Teilen von Mahlzeiten geprägt; sie dienen dazu, die Sukkot-Lerninhalte in konkretes Lebenshandeln zu übersetzen.

Seudot und reale Gastfreundschaft – Mahlzeiten in der Sukka

Ein zentrales kulturelles Element von Sukkot ist die Mahlzeit unter der Sukka. In der Chabad-Praxis ist das eine Einladung an Gäste, Nachbarn, Freunde und Bedürftige, gemeinsam zu speisen. Die Mahlzeiten sind reich an symbolischer Bedeutung:

  • Sie erinnern an die biblische Geschichte der Wüstenwanderung, in der das Volk Israel unter freiem Himmel aß und trank.
  • Sie reflektieren die Werte der Gastfreundschaft, der Nächstenliebe (Tzedakah) und der Gemeinschaftsbildung, die in der chabadischen Praxis besonders betont werden.
  • Sie geben den Menschen die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Fragen über die Bedeutung der mitschriftlichen Bräuche zu klären und gemeinsam zu feiern.
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Die Wichtigkeit der Seudot (Mahlzeiten) wird oft mit einer nocht intensiven Lernzeit verbunden. In vielen Chabad-Gemeinden werden während der Mahlzeiten kurze q & a-Runden über Sukkot-Themen, Geschichten aus der Tora oder Chassidische Lehren angeboten, um die Lernkomponente mit der Freude der Gemeinschaft zu verbinden.

Chabad-spezifische Praxis und Lehren

Der Sukkot-Zyklus in der Chabad-Bewegung wird durch einige charakteristische Merkmale geprägt, die die Praxis von anderen Strömungen unterscheiden oder vertiefen. Diese Merkmale helfen, die Bräuche in einen bestimmten theologischen und pädagogischen Kontext einzuordnen.

Der Rebbe und die Lernorientierung

In vielen Chabad-Gemeinden ist die Rolle des Rebbe – historisch gesehen die Führungsfigur der Bewegung – ein Leitbild für das Lernen, die Lebensführung und die spirituelle Orientierung. Während Sukkot dienen die Lehrgespräche, die oft in Form von Talk-Runden, Diskussionsforen oder kurzen Lehrtexten stattfinden, dazu, die Bräuche nicht nur zu ritualisieren, sondern deren Sinn in konkrete Lebensführung zu übersetzen. Die Idee dahinter ist, dass Gebet, Lernen und Gottesdienst nicht isolierte Handlungen sind, sondern miteinander verwoben sind und das ganze Leben prägen sollen.

Niggunim und musikalische Ausdrucksformen

Musik spielt eine wichtige Rolle in den chabadischen Sukkot-Feiern. Die Niggunim (Jiddische Lieder) begleiten viele Tische, Liederabende und Lernmomente. Sie dienen dazu, eine Atmosphäre der Freude zu schaffen, die das Festgefühl vertieft und den Geist öffnet. In vielen Chabad-Gemeinden werden neue melodische Variationen oder moderne Arrangements in den Festtagsabenden integriert, um die Botschaft der Sukkot-Philosophie zugänglich zu halten.

Bildung durch Praxis – Lernen durch Tun

Eine zentrale pädagogische Idee in der chabadischenSukkot-Praxis ist, dass man durch das konkrete Tun – Sukka-Bau, das Halten der Vier Arten, das Einladen von Gästen – das theoretische Lernen vertieft. Der praktische Kontakt mit Bräuchen stärkt das Verständnis und macht die Werte von Sukkot greifbar. In dieser Sichtweise ist das Fest kein reiner symbolischer Akt, sondern eine Lernplattform, in der die Grundprinzipien der jüdischen Ethik in alltägliche Handlungen umgesetzt werden.

Alltagsleben und Praxis während Sukkot in Chabad-Gemeinden

Während der Festzeit kommt die Sukkot-Feier in der Praxis in vielen Gemeinden deutlich stärker in das öffentliche Leben. Chabad-Gemeinden organisieren häufig Programme, die sowohl religiöse als auch gesellschaftliche Aspekte einbeziehen: Lernveranstaltungen, künstlerische Darbietungen, Gemeinde-Cafés, Spendenaktionen, Besuche bei Bedürftigen und gemeinschaftliche Mahlzeiten. Die Idee ist, Sukkot nicht nur als private religiöse Praxis zu leben, sondern als öffentliches Zeugnis von Freude, Nächstenliebe und spiritueller Suche.

  • Öffentliche Einladungen in die Sukka, insbesondere in Stadtteilen mit vielen Besuchern oder in der Nähe von Schulen und Universitäten.
  • Bildungsangebote, in denen Kinder und Jugendliche spielerisch lernen, was Lulav und Etrog bedeuten, und wie Ushpizin im Alltag eine Rolle spielen können.
  • Gemeinde- und Familienprogramme, die die Werte von Tzelem Elohim ( Im Lichte Gottes) und Tzedaka (Gerechtigkeit und Barmherzigkeit) miteinander verbinden.

Eine weitere Besonderheit ist die Nachbarschaftshilfe: In vielen Chabad-Gemeinden wird Sukkot mit einer besonderen Betonung der Unterstützung von Senioren, Alleinstehenden und Familien in Not verknüpft. Die Idee dahinter ist, dass Sukkot kein abgeschottetes Fest der Freude ist, sondern eine Einladung, die eigenen Segnungen mit anderen zu teilen und so eine gerechtere Gemeinschaft zu schaffen.

Praxistipps für Besucher und Neugierige

Wenn Sie als Besucher eine Chabad-Sukkot-Veranstaltung besuchen möchten, finden Sie hier einige hilfreiche Hinweise, um das Erlebnis sinnvoll und respektvoll zu gestalten:

  • Informieren Sie sich vorab über Ort, Zeit und Veranstaltungsprogramm der lokalen Chabad-Hauses oder der Gemeinde.
  • Seien Sie offen für neue Bräuche: Das Betreten der Sukka, das Lulav- und Etrog-Ritual sowie das gemeinsame Essen sind zentrale Elemente. Respektieren Sie, falls bestimmte Rituale für Sie neu sind und fragen Sie höflich nach Erklärungen.
  • Teilnahme ist willkommen, aber nicht verpflichtend: Wenn Sie sich unwohl fühlen, können Sie höflich respektieren, dass Sie sich zurückziehen oder nur beobachten möchten.
  • Nutzen Sie die Gelegenheit zum Lernen: Viele Veranstaltungen beinhalten kurze Erklärungen, Geschichten oder Lektionen zu Sukkot. Nehmen Sie sich Zeit, zuzuhören und Fragen zu stellen.

Für Familien mit Kindern bieten die Chabad-Gemeinden oft spezielle Programme an, die spielerisch die Bräuche vermitteln, ohne zu überfordern. So wird Sukkot zu einer familienfreundlichen Erfahrung, die Lernen, Freude und Gemeinschaft gleichberechtigt betont.

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Besondere Bedeutung der Symbole

In der chabadischen Sicht stehen die Symbole nicht isoliert, sondern in einer wechselseitigen Beziehung zueinander. Die Sukka erinnert daran, dass Gottes Gegenwart in der Welt gegenwärtig ist, auch wenn die menschliche Existenz temporär erscheint. Der Lulav-Etrog-Kombination symbolisiert die Verbindung von Tora-Study, Gebet und dem sozialen Handeln. Ushpizin weisen darauf hin, dass die persönlichen Werte und die Vorfahren als Quelle der Inspiration fungieren. Die Festtage schließen schließlich den Zyklus mit Shemini Atzeret und Simchat Torah ab, in denen die Tora erneut in den Mittelpunkt rückt und die Gemeinschaft die Vitalität der göttlichen Lehre feiert.

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In der Praxis bedeutet dies, dass jedes Detail – vom Aufbau der Sukka über das gemeinsame Feiern bis hin zu den Lern-Abenden – darauf ausgerichtet ist, die Bedeutung dieser Symbole im Alltagsleben sichtbar zu machen. Die Chabad-Gemeinden sehen Sukkot als eine Zeit, in der sich die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft in einer lebendigen, praktischen Spiritualität verknüpfen.

Wie Chabad Sukkot heute konkret erlebt

In der Gegenwart wird Sukkot in der Chabad-Welt weltweit erlebt – in Großstädten, in Universitätsstädten, in Kleinstädten und in ländlichen Regionen. Die Grundprinzipien bleiben dieselben, doch die Umsetzung variiert je nach Kontext:

  • In Großstädten finden große öffentliche Sukka-Feste statt, oft mit Musik, Food-Festen und kulturpädagogischen Programmen, die Besucher anziehen und neue Lernimpulse schaffen.
  • In Universitätsstädten dienen Chabad-Häuser als zentrale Treffpunkte für Studierende, die zwischen Vorlesungen in die Sukka kommen, um zu lernen und Kontakte zu knüpfen.
  • In ländlichen Gegenden kann die Sukkot-Feier enger mit Familienritualen verbunden sein, wobei der Fokus stärker auf persönlicher Andacht, Lernen und gemeinsamer Mahlzeit liegt.
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Unabhängig vom Ort bleibt das Grundprinzip unverändert: Sukkot ist eine Zeit der Freude, der Dankbarkeit und der Gemeinschaft. Die chabadische Praxis betont diese Elemente als integralen Bestandteil des religiösen Lebens und ermutigt Menschen, die Werte der Sukkot-Feier in ihr tägliches Tun zu übersetzen.

Warum Sukkot in der Chabad-Tradition so brisant aktuell bleibt

Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Verbindungen oft brüchig erscheinen, bietet die chabadische Interpretation von Sukkot eine klare, praxisnahe Orientierung. Die Sukka als offener Raum, der Menschen zusammenbringt; die Vier Arten als Symbol der Vielgestaltigkeit und der Einheit; Ushpizin als Erinnerung an Werte und Vorfahren; und der Abschluss mit Simchat Torah als lebendige Feier der Torah – all dies bietet eine Methode, Spiritualität greifbar zu gestalten. Dadurch wird Sukkot nicht nur als historisches Ereignis verstanden, sondern als lebendige Lern- und Lebenspraxis, die sich in jeder Generation neu interpretieren lässt.

Die besondere Stärke der Chabad-Praxis liegt in der Kombination aus traditionaler Tiefe und offener Zugänglichkeit. Menschen, die zum ersten Mal eine Sukka betreten, spüren oft sofort eine Atmosphäre von Wärme, Respekt und Lernbereitschaft. Gleichzeitig bietet die Praxis eine klare Struktur, die Orientierung und Sinn stiftet. So wird Sukkot zu einer Brücke zwischen Tradition, Gemeinschaft und persönlicher Lebensführung – eine Brücke, die Chabad-Unterstützung, Bildung und gegenseitige Gastfreundschaft eindrucksvoll miteinander verbindet.

FAQ: Häufige Fragen zu Chabad Sukkot

  1. Was unterscheidet Chabad-Sukkot von anderen jüdischen Sukkot-Traditionen? Die Grundrituale bleiben gleich, doch Chabad betont besonders Gemeinschaft, Lernen, Gastfreundschaft und eine missionarisch-geprägte Leidenschaft, die sich in öffentlich zugänglichen Veranstaltungen, Lernprogrammen und der aktiv gelebten Tzedaka widerspiegelt.
  2. Wie finde ich eine Chabad-Sukkot-Veranstaltung in meiner Nähe? Suchen Sie online nach Ihrem lokalen Chabad-Haus oder besuchen Sie die zentrale Chabad-Webseite, die oft Veranstaltungen, Termine und Standorte auflistet. Viele Gemeinden bieten offene Sukka-Tische, Lernabende oder Familienprogramme an.
  3. Welche Rituale kann ich als Besucher beobachten, ohne hemmschuh zu sein? Beobachten Sie respektvoll. Das Betreten der Sukka, das Lauschen bei Zwischenritualen oder das Mitmachen bei einer kurzen Segnung ist meist willkommen, sofern niemandem belästigt wird. Fragen Sie höflich, wenn Sie etwas nicht verstehen.
  4. Gibt es Besonderheiten für Kinder? Ja, viele Programme sind speziell auf Kinder zugeschnitten – Lehrspiele, Lieder, Geschichten und kindgerechte Lernpfade helfen, die Bräuche spielerisch zu verstehen und selbst zu erleben.

Schlussgedanke

Chabad Sukkot ist eine Einladung, das Fest der Samstage, der Ernte und der Gemeinschaft in konkrete Lebenspraxis zu übersetzen. Es geht darum, die göttliche Gegenwart in der Welt sichtbar zu machen – nicht als abstraktes Konzept, sondern als lebendige Erfahrung, die durch Sukka, Lulav & Etrog, Ushpizin, Tischen, Farbrigungen und einer offenen Gemeinschaft konkret wird. Die Chabad-Lebensweise betont dabei, dass Freude und Lernen keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig stärken. Wenn Sie heute zum ersten Mal eine Chabad-Sukkot-Veranstaltung besuchen, erwarten Sie eine warme Willkommensatmosphäre, klare Bräuche und eine Lernreise, die Sie inspirieren kann, Sukkot 2026 neu zu denken – ganz im Sinne von Dankbarkeit, Gemeinschaft und der lebendigen Verbindung zur Torah.

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